Auf den Hund gekommen – unser Pudel Aki

Ich liebe Hunde, habe ich schon immer. Als kleines Mädchen wollte ich, wie viele andere Kinder auch, immer einen Hund haben. Am liebsten so einen kleinen weißen Terrier wie aus der Werbung. Später durfte es dann auch gerne ein etwas größerer Hund sein, am besten gleich mehrere Hunde.

Meine Eltern konnte ich mit diesem Wunsch leider nie begeistern, auch wenn ich stets versprochen habe, mich ganz toll um den Hund zu kümmern. Immer!

Pudel Zwergpudel

Ich wurde älter und der Wunsch nach einem eigenen Hund schwand nach und nach. Ich fand Hunde nach wie vor toll, hatte aber kaum Kontakt zu ihnen und außerdem gab es jetzt auch andere Sachen die zu diesem Zeitpunkt noch toller waren. Man war viel unterwegs, feierte Nächte durch und war insgeheim doch ganz froh darüber, dass die Eltern den Hund damals nicht erlaubt haben.

Als ich von zuhause auszog, kam bei mir noch einmal kurz der Gedanke nach einem eigenen Haustier und somit einem Hund auf, aber da ich immer sehr vernünftig bin und war, entschied ich mich wieder dagegen.

Bis Anfang diesen Jahres war das alles auch kein Thema mehr, bis mein Freund auf die tolle (nicht!!) Idee kam, seinen Eltern einen Hund zu kaufen. Zum Freude dran haben, spazieren gehen, zum…whatever. Begeistert war ich nicht von der Idee, aber er war überzeugt davon, dass das genau das Richtige ist. Ach ja, den Eltern wurde vorher natürlich nichts von dem Hund erzählt, es sollte eine Überraschung sein.

Über ein Anzeigenportal wurde also eine Anzeige geschaltet und sehr bald meldete sich auch eine Frau bei uns, die ihren Hund aus Vermietergründen abgeben muss.

Ein paar Tage später zog dann auch schon Aki, eigentlich Akira, bei uns ein. Eine kleine aufgedrehte Zwergpudeldame mit 2 1/2 Jahren.

DSC_5316

Wenn man noch nie einen Hund hatte und sich nicht wirklich vorher drauf vorbereitet hat, dann sind die ersten Tage erst mal sehr sehr hart. Als wir abends zuhause ankamen und Aki die Wohnung inspizierte, pinkelte und kackte sie uns zur Begrüßung gleich mal in die Wohnung 😀

Die ersten Nächte haben wir beide nachts kaum ein Auge zugetan, weil wir immer mit einem halben Ohr nach dem Hund gelauscht haben. Alles ist so neu und plötzlich ist da „jemand“ neues dauerhaft bei dir.

Wir haben Aki mit diversem Zubehör bekommen, trotzdem ging natürlich nach kurzer Zeit auch bei uns der Shoppingrausch los und für den Hund wurden neue Leinen, Geschirre, Näpfe und Spielzeug in Massen gekauft. Eine Shoppingsucht die übrigens andauern wird!

Nun hat man so einen kleinen Hund aufgenommen, hat alles Nötige und Unnötige gekauft und sich auch ein bisschen an die neue Situation gewöhnt. Was macht man also? Für meinen Freund war das erstmal kein großes Ding, da er der Meinung war, der Schäferhund den sein Onkel in den 70er oder 80er Jahren hatte, hätte ihn auf die Rolle des Hundeexperten genügend vorbereitet.

Bei mir sah das etwas anders aus. Ich begann wie eine Verrückte im Internet zu googeln, alles was mir durch den Kopf schoß, jede Bewegung die der Hund tat. Jeder Hundeblog, Trainingsvideos, Erziehungsratgeber wurden von mir exzessiv studiert bis ich überhaupt nicht mehr wusste was jetzt richtig oder falsch ist. Das geht mir übrigens bis heute so. Hundehaltung scheint eine Wissenschaft für sich zu sein und leider gibt es wahnsinnig viele Experten die es immer besser wissen als du selbst. Das kann einen an den Rand der Verzweiflung bringen oder man lernt früher oder später durchzuatmen und sein Ding zu machen.

Aki ist eine sehr liebe, aber auch sehr aufgeweckte Hündin die nicht nur den ganzen Tag schlafen will. Ganz im Gegenteil, bei ihr könnte andauernd was los sein. Sie liebt es zu rennen und umkreist ihre Gegner (andere Hunde) so lange, bis ihnen schwindelig ist. Fressen mag sie auch sehr gerne. Fast noch lieber als rennen und leider auch vor allem die Sachen die sie nicht fressen darf. Hierfür gehen wir jetzt zum Training und da gibt es noch ein paar andere Dinge die wir mal so langsam trainieren sollten (an der Leine laufen findet sie nämlich auch doof. Sie kommt dafür gerne wenn man sie ruft…also wenn man sie so 4,5,6 Mal ruft…).

Aber wieso ist Aki jetzt eigentlich immer noch bei uns und nicht bei den Schwiegereltern? Ich weiß ja nicht, wie es anderen Menschen geht, aber wenn ich über Wochen auf so einen kleinen süßen Hund aufpasse, quasi jede Stunde mit ihm verbringe, dann kann ich ihn nicht mehr hergeben und möchte ihm eine erneute Trennung auch nicht antun. So kamen wir also eher zufällig zum ersten eigenen Hund und ich bin super froh drum!

Aki Pudel

Erzählt doch mal, wie seid ihr denn auf den Hund gekommen?

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.